Was Streaming-Dienste wie Spotify mit Suchmaschinenoptimierung zu tun haben

Jasmin Zihlmann on 27.03.2018 10:42:43
Jasmin Zihlmann

«079» der Schweizer Musiker Lo & Leduc hat es seit drei Jahren als erste Schweizer Single auf Platz 1 der Schweizer Hitparade geschafft – und dies vor allem dank Streamings und digitalen Downloads. Dieses Phänomen lässt sich ganz klar mit den sich ständig verändernden Suchalgorithmen von Google und dem andauernden Kampf um die vordersten Ränge bei den organischen Suchergebnissen vergleichen.

Was Spotify mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat

Wer heutzutage Musik hört, der tut dies meistens über Streamingdienste wie Spotify, Apple Music, Deezer, Google Music, Tidal oder Amazon. Wer noch über massenweise CDs oder sogar ganze Plattensammlungen verfügt, zählt entweder nicht zu den Digital Natives oder weiss jetzt schon über den Sammlerwert, welche eben erwähnte Tonträger eines Tages erlangen könnten. Und natürlich gibt es den einen oder anderen Hipster, der sich wieder eine Schallplattenanlage zutut. Aber jetzt mal im Ernst: Musiker müssen sich heute darum bemühen, auf denjenigen Plattformen präsent zu sein, die von den Massen am meisten genutzt werden. Die Platzierung einer Band in Playlists von Streamingdiensten wie Spotify ist heute ausschlaggebend für den Erfolg, da die Hörerzahlen auch für Veranstalter mittlerweile ein wichtiger Indikator sind.

Doch nicht nur Spotify & Co. bestimmen das Schicksal vieler Musiker, sondern auch die Plattenfirmen spielen immer noch eine grosse Rolle. Zwischen Streamingdienst und Label besteht ein grosses Abhängigkeitsverhältnis, da die Labels ihr Repertoire gegen stolze Beträge zur Verfügung stellen und damit auch einen relativ grossen Einfluss auf die Inhalte der Playlists wichtiger Streamingdienste ausüben. Will man als Schweizer Musiker also erfolgreich sein, muss man nach der Pfeife grosser Streamingdienste tanzen, eng mit Labels zusammenarbeiten und selbst Promotion betreiben, um eine maximale Sichtbarkeit zu erreichen und so die Chancen zu erhöhen, auf einer der gefragten Playlists zu landen.

Was der Erfolg auf Spotify mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat

Das oben beschriebene Phänomen ist vergleichbar mit dem heutigen Wettbewerb zwischen Unternehmen in der Arbeitswelt. Die Bühne ist das World Wide Web, die Rolle des Streamingdienstes und der Labels spielt Google. Für Firmen ist es heute unumgänglich, im Netz präsent zu sein und mit möglichst ansprechenden Inhalten die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu erreichen. Googles Suchalgorithmen bestimmen heute, welche Inhalte bei den Suchmaschinenergebnissen in den oberen Rängen landen – sprich umso besser Inhalte auf den Websites der Unternehmen den Suchalgorithmen von Google entsprechen und damit auch den Bedürfnissen der potenziellen Kunden am nächsten kommen, umso weiter oben erscheinen die Inhalte bei den organischen Suchresultaten. Doch im Vergleich zur Musikwelt, in der ein paar gute Connections schnell einmal die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, auf einer Playlist zu landen, stellen die sich im Eiltempo verändernden Suchalgorithmen von Google Unternehmen immer wieder vor grosse Herausforderungen.

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Wie Sie auf Googles Playlist landen oder wie Sie Ihre Website für Suchmaschinen optimieren

Die Suchmaschinenoptimierung soll Webinhalte bei der Suche nach inhaltlich relevanten Suchbegriffen (Keywords) auf möglichst hohen Positionen in den unbezahlten Suchergebnissen erscheinen lassen. Um eine möglichst gute Platzierung zu erreichen und demnach von potenziellen Interessenten gefunden zu werden, ist es für Marketer heutzutage von grosser Bedeutung, zu wissen, was Google bei seinen Suchalgorithmen ändert. Nach dem letzten grossen Update von Hummingbird suchten Suchalgorithmen nach semantisch logischen Beziehungen in Inhalten – und nicht mehr nach zu oft eingesetzten Keywords, komisch verdrehten H1 oder zugekauften Backlinks, die der Website-Autorität Aufschwung verliehen haben.

Aufgrund der regelrechten Content-Flut, mit der User heutzutage bei der Internetrecherche konfrontiert sind, mussten sich Googles Algorithmen erneut anpassen, um stets die bestmöglichen Suchresultate zu liefern. Dabei geht Google sogar so weit, selbständig mögliche Lücken bei Suchanfragen zu schliessen. Suchen Sie z.B. nach «Laufschuhen» schlägt Ihnen Google auch Resultate vor, welche das Keyword «Sneakers» enthalten. Für das Produzieren von Content und SEO bedeutet das nun, darauf zu achten, dass bei Suchanfragen nach Ihren Produkten und Dienstleistungen keine Lücken entstehen. Dafür muss Ihre Website aus verschiedenen Hauptthemen (Topic Clusters) aufgebaut sein und spezifische miteinander verbundene Blogposts aufweisen, die sich alle auf einer Pillar Page vereinen. Dadurch wird ermöglicht, dass User mit Suchanfragen auf Ihre Website gelangen.

  • Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Inhalte zu Topic Cluster gruppieren und Pillar Pages erstellen.
  • Erfahren Sie hier mehr zum Thema Suchmaschinenoptimierung.

 

Fazit: Game Plan der Big Players einhalten, um vorne mitspielen zu können

Fast so aussichtslos wie für Bands, die sich an keine Plattenfirma binden möchten und so nicht von den Deals zwischen Labels und Streamingdiensten profitieren können, wird es für Unternehmen, die sich nicht bemühen, sich durch den digitalen Dschungel zu kämpfen und stets mit den neusten SEO-Trends mitzuhalten.

 

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