​Was ist UX-Design?

Andrina Strasser on 20.02.2019 08:37:04
Andrina Strasser

Wenn Sie sich schon etwas mit Webdesign und Webentwicklung auseinandergesetzt haben, haben Sie vermutlich schon den Begriff UX-Design gehört. Doch was versteht man eigentlich unter UX-Design?Was ist UX-Design?

Der erste Eindruck zählt, das gilt auch für eine Website. Wenn die Benutzeroberfläche Ihrer Website nicht ansprechend ist, laufen Sie Gefahr, potentielle Kunden zu verlieren. Die Benutzeroberfläche wird immer wichtiger und ist ein zentraler Teil einer Website. Es ist buchstäblich das Erste, was Nutzer sehen, noch bevor sie mit einem Produkt interagieren.

Beim User Experience Design (kurz UX-Design) dreht sich alles um den Nutzer und seine Erfahrung. Ziel ist vor allem eine intuitive Bedienbarkeit und gute Usability, die dem User ein gutes Gefühl vermitteln soll. Der Begriff Usability beschreibt die Benutzerfreundlichkeit. Sie drückt aus, wie effektiv und effizient ein Produkt ist oder wie bedienerfreundlich Softwares, interaktive Systeme oder (in diesem Fall) Websites sind. Das Ziel der Web-Usability ist es, die Nutzung einer Website für die Besucher so intuitiv und einfach wie möglich zu machen.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist UX-Design?

 

Die User Experience hingegen bezeichnet das Nutzungserlebnis eines bestimmten Produkts. Sie spiegelt Erfahrungen sowie auch Empfindungen und Gefühle einer Person während der Benutzung eines Produktes wieder. Eine gute User Experience beruht massgeblich auf einer hohen Usability. Kurz: Das Nutzererlebnis einer Website ist umso besser, je benutzerfreundlicher sie ist.
Obwohl Usability und User Interface Design wichtige Aspekte von UX-Design sind, sind sie nur Teilmengen davon, denn UX-Design deckt auch eine Vielzahl anderer Bereiche ab. Es befasst sich mit dem gesamten Prozess der Beschaffung und Integration eines Produkts, einschliesslich der Aspekte Branding, Design, Benutzerfreundlichkeit und Funktion. Es ist ein Prozess, der beginnt, bevor das Produkt überhaupt in den Händen des Nutzers ist. Dementsprechend ist für das perfekte UX-Design eine gute Kenntnis der Zielgruppe notwendig, ebenso wie ein gutes Verständnis für den Zweck der Website. Ein User sollte sich auf Ihrer Website nie verloren oder überfordert fühlen, das UX-Design ist dazu da, den User auf dem Weg durch die Seite zu begleiten und zu leiten.

UX-Design ist nicht nur ein ziemlich neues Feld, sondern ändert sich aufgrund von Technologiefortschritten, neuen Interaktionsarten und Benutzerpräferenzen schnell. Im Jahr 2019 wird die zunehmende Verbreitung von sprachbasierter Technologie und dem Internet der Dinge (IoT) das UX-Design weiter beeinflussen. Es ist ein sich ständig veränderndes Feld, aber die grundlegenden UX-Designprinzipien bleiben die gleichen. Ein gutes Design sollte vor allem den Bedürfnissen der User entsprechen. Klarheit und Prägnanz sind entscheidend, weniger ist mehr!

UX-Design Tools

Es gibt mehrere UX-Tools, die Sie während des Designprozesses unterstützen. Diese helfen Ihnen beim Prototyping, Wireframing, Storyboarding oder bei der Erstellung von Grafiken. Auf dem Markt gibt es unzählige kostenlose und kostenpflichtige Tools, was überwältigend sein kann. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, empfehlen wir Ihnen hier fünf wertvolle Tools.

1. Adobe Spark

Adobe Spark bietet Webdesignern die Möglichkeit, Grafiken für ihre Websites zu erstellen, ohne über Programmierkenntnisse zu verfügen. UX-Designer verwenden Adobe Spark aus verschiedenen Gründen: Das Tool hat eine beeindruckende Pixelgenauigkeit, verfügt über Bildkompressionsfunktionen, ermöglicht es, funktionale Websites und Vektoren zu erstellen. Adobe Spark ist eine umfangreiche und gute Option, besonders dann, wenn Sie bereits mit anderen Programmen der Adobe Creative Cloud vertraut sind.

2. Adobe XD

Mit Adobe XD können Sie Websites und mobile Anwendungen sowie Prototypen, Wireframes und Vektorgrafiken erstellen. Das Tool eignet sich besonders für Wireframes, es ist einfach zu bedienen und das Endergebnis überzeugend. Zudem können Benutzer interaktive Prototypen auf mehreren Plattformen gemeinsam nutzen, darunter Windows, Mac, iOS und Android. Dadurch eignet sich Adobe XD besonders gut für die Zusammenarbeit im Team.

3. Axure

Axure RP Pro ist ein ausgezeichnetes UX-Design Tool, welches zudem kostenlos erhältlich ist. Axure verfügt über mehrere Funktionen, darunter Wireframing, Prototyping und kann Ihnen sogar helfen, Benutzerströme und Sitemaps zu erstellen. Axure ist perfekt für die Erstellung von Web- und Desktop-Anwendungen geeignet und bietet Benutzern die Möglichkeit, ihre Arbeit problemlos als PDF oder HTML-File zu exportieren und zu überprüfen.

4. Inkscape

Sind sie auf der Suche nach einer kostenlosen Alternative zu Adobe Illustrator? Dann ist die Open Source Software Inkscape das richtige für Sie. Wie auch Adobe Illustrator eignet sich Inkscape hervorragend für die Erstellung beeindruckender Vektorgrafiken.

5. Sketch

Sketch ist eine End-to-End-Software mit spezifischen Funktionen wie beispielsweise der nicht-destruktiven Bearbeitung, Code-Export, Pixelgenauigkeit, Prototyping und Vektorbearbeitung. Mit Sketch können Sie Ihre Designs ganz einfach anpassen, aktualisieren und wiederverwenden.
Die nicht-destruktive Bearbeitung ermöglicht es Ihnen, Änderungen an einem Bild vorzunehmen, ohne die ursprünglichen Bilddaten zu überschreiben. Für den Fall, dass Sie zu den ursprünglichen Bilddaten zurückkehren möchten, stehen diese weiterhin zur Verfügung.

User Experience ist per Definition nicht messbar und nicht durch eine ISO-Norm gestaltbar, da es überwiegend um psychologische und mentale Vorgänge geht. Viele Aspekte der Nutzererfahrung sind subjektiv und nicht immer durch ein Design beeinflussbar. Wer sich aber an einige grundsätzliche Regeln hält, ist auf gutem Weg.

 

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