Ob Generation X, Y oder Z – so kreieren Sie den richtigen Content

Fabian Graf on 11.07.18 09:22
Fabian Graf

Die heutzutage vorherrschende Omni-Präsenz von Social Media und die fortlaufend entstehenden Technologien begünstigen die Kreation neuer Content-Formate und Kanäle, über welche Inhalte geteilt und konsumiert werden. Diese Entwicklung bietet zwar viele Möglichkeiten, mit der Zielgruppe in Interaktion zu treten, bringt aber gleichzeitig auch viele Herausforderungen mit sich.Ob Generation X, Y oder Z – so kreieren Sie den richtigen Content

Eine kürzlich von HubSpot durchgeführt Online-Umfrage mit 3000 Teilnehmenden in Bezug auf die Nutzung von Content-Formaten und Kanälen zeigt, dass sich vor allem Video-Inhalte, dicht gefolgt von interaktiven Artikeln und schliesslich Social-Media-Content der grössten Beliebtheit erfreuen. Gerade für jüngere Verbraucher gilt ganz klar der «Mobile-First»-Ansatz, wobei rund 70% der 18 bis 24-Jährigen am meisten via Smartphone im Internet browsen. Demgegenüber stehen die Babyboomer, die tendenziell immer noch lieber auf dem Computer oder Laptop surfen. Damit Marketers heutzutage ihre jeweilige Zielgruppe optimal erreichen, sollten sie sich auf die neusten Trends einstellen und die Content-Präferenzen der Generationen X, Y und Z sowie deren beliebteste Plattformen kennen.

Facebook als Konkurrenz zu Google für Informationsbeschaffung

Für Millennials oder auch Generation Y genannt, welche die Zielgruppe der heute 18 bis 35-Jährigen repräsentiert, stellt Facebook heute neben Google die zweitwichtigste Quelle für Content dar. Obwohl Google weiterhin genutzt wird, um nach Inhalten zu suchen, bietet Facebook eine Plattform, auf der nach Inhalten gestöbert wird, da ihnen bereits spezifischer Content in ihrem Facebook-Feed angeboten wird.Wo informieren Sie sich online über Nachrichten, Business und Lifestyle Stories?

Dieser Trend bedeutet für Marketers, Content nicht mehr nur auf die Algorithmen für die Google-Suche abzustimmen, sondern sich auch mit Algorithmen für Plattformen wie Facebook, Youtube & Co. auseinanderzusetzen. Zudem ist es enorm wichtig, plattformspezifischen Content zu erstellen. Gerade, um im überfüllten Facebook-News-Feed aufzufallen, müssen Inhalte möglichst animierend, schnell erfassbar und leicht konsumierbar sein – Stichwort: Video. Gerade weil Facebook künftig eine reine Videoplattform anstrebt, wird sich der Algorithmus vermehrt auf Videoinhalte ausrichten.

Video als dominierendes Content-Format

Gemäss der Umfrage von HubSpot Research nimmt die Beliebtheit von Video-Inhalten generell ganz klar zu, dicht gefolgt von Nachrichten und Multimedia-Artikeln. Dies vor allem deshalb, da solche Inhalte aufmerksamkeitserregend sind und im Vergleich zu Blogartikeln oder normalen Social-Media-Beiträgen nicht nur überflogen, sondern relativ aufmerksam konsumiert werden. Zudem wünschen sich rund die Hälfte der Befragten, dass in Zukunft vermehrt auf Videoinhalte gesetzt wird.Content-Trends und Arten von Inhalten welchen volle Aufmerksamkeit geschenkt wird

Die hohen Produktionskosten und der Mehraufwand sind zwei der Hauptgründe, weshalb Unternehmen sich mit der Umstellung auf Video-Content noch etwas schwertun. Verglichen mit der Einführung von Blogs vor rund 10 Jahren bietet auch eine fundierte und richtig eingesetzte Video-Produktion grosses Potenzial, um Ihre Zielgruppe anzusprechen und längerfristig zufriedenzustellen.

Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass markenbezogene Videoinhalte sich einer dreimal so grossen Beliebtheit erfreuen wie Blogs oder E-Books von Unternehmen. Obwohl E-Mails, gerade bei den Babyboomern, immer noch ein effizientes Kommunikationsmedium darstellen, interessieren sich junge Verbraucher kaum für markenbezogene E-Mails.Welche Arten von Inhalten möchten sie von Marken oder Unternehmen konsumieren, die Sie mögen?

Das soll jedoch nicht heissen, dass sich ab sofort alle Content-Teams ausschliesslich auf Videos konzentrieren sollten. Es existiert nach wie vor eine Zielgruppe, die sich mehr textbasierten Content wünscht.

Das Alter ist nicht nur eine Zahl, sondern steht für eine Content-Präferenz

Die Resultate der Umfrage zeigen, dass es ganz deutliche Unterschiede in den Content-Präferenzen der verschiedenen Generationen gibt. Während Millennials Content im Videoformat in den sozialen Netzwerken bevorzugen, finden Nachrichten, Forschungsberichte und E-Mail-Inhalte bei der Generation X und den Babyboomern den grössten Anklang. Aufgrund dieser unterschiedlichen Präferenzen gilt es, die Zielgruppe, die angesprochen werden soll, ganz klar zu identifizieren und die Content-Formate dementsprechend anzupassen.Von welchen Arten von Inhalten würden Sie in Zukunft generell mehr haben wollen?

Natürlich müssen Sie sich bewusst sein, dass sich die Käuferpräferenzen in der schnelllebigen Welt von Social Media & Co. stets verändern werden. Was sich aktuell als steigende Nachfrage nach Videoinhalten seitens der Millennials zeigt, kann in fünf bis 10 Jahren schon wieder durch ein ganz anderes Content-Format auf einem ganz anderen Kanal ersetzt worden sein. Zudem bedeuten diese Veränderungen in den Verbraucher-Präferenzen nicht automatisch, dass Unternehmen ihre herkömmlichen Kommunikationskanäle wie E-Mails, Blogs oder ähnlichen Text-Content komplett vernachlässigen sollen, gerade wenn man an die unterschiedlichen Verbraucherpräferenzen denkt. Gemäss Umfrage ist die gerade die Website eines Unternehmens immer noch ausschlaggebend für die Interaktion mit Marken, um sich über deren Dienstleistungen und Produkte zu informieren.

Klar ist jedoch, dass sich in näherer Zukunft alles um Video-Content drehen wird und Marketers dieser Nachfrage nachkommen müssen. Daher müssen Unternehmen ihre Content-Teams entsprechend ausrüsten und herausfinden, wie Videoinhalte in Anbetracht des gesamten Marketingtrichters eingesetzt werden können und wie sie deren Effektivität messen können. Natürlich muss bei der Testung neuer Kanäle und Content-Typen mit den einen oder anderen Anfangsschwierigkeiten gerechnet werden. Doch je früher Sie sich damit auseinandersetzen, desto schneller werden sie vom neu erschaffenen Mehrwert für Ihre Zielgruppe profitieren können.

 

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