Kundeninterview: «Was noch alles auf uns zukommt, ist unglaublich!»

Roger Meili on 05.05.2017 08:30:00
Roger Meili
Verbreite Gutes!

Albert Keel ist seit zwei Jahren Geschäftsführer der Makk AG. Das Unternehmen fertigt unter anderem Garderoben, Leitern, Abfallsysteme sowie Wäschewagen und beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft. Ein Gespräch mit einem visionären Kopf, der seine Mitarbeitenden gerne involviert.

Albert Keel ©Philip Böni

Profilemedia: Die Produkte von MAKK kennt jedes Kind, hängt es doch jeden Morgen seine Jacke an einen Kleiderhaken von euch. Wie schafft ihr es, immer noch in der Schweiz zu produzieren?

Albert Keel: Wir produzieren nicht nur Standardartikel in kleinen und grösseren Mengen. Wir sind auch sehr stark in der Herstellung von kundenspezifischen Produkten: Arbeitspodeste, Spezialtransportgeräte, Abfallbehälter oder präzise angepasste Garderoben in unterschiedlichsten Variationen. Die Spezialwünsche und Vorstellungen unserer Kunden können bei uns schnell umgesetzt werden. Mit reiner Standardproduktion hätten wir keine Chance gegen die preisaggressive Konkurrenz aus Billiglohnländern. Und wir sind bestrebt, die Prozesse weiterhin zu optimieren oder zu automatisieren und unsere Produkte intelligent zu machen. So können wir den Standort Schweiz beibehalten.

PM: Ihr seid aus einem traditionellen Unternehmen entsprungen. Wie gelingt euch, die Transformatoin in die neue Zeit?

AK: Zurzeit befassen wir uns sehr intensiv mit dem Thema Transformation. Mit allen Mitarbeitenden haben wir vor kurzem einen intensiven Workshop zu Themen wie Industrie 4.0, Zukunftsvisionen, Digitalisierung durchgeführt. Wir wollten herausfinden, wie uns unsere Mitarbeitenden heute und in 5 Jahren sehen und sie gleichzeitig auf den unheimlich schnellen Wandel vorbereiten. Denn ich möchte, dass auch die Mitarbeitenden kreativ in diesen Prozess hineingehen. Wie verändert sich der Markt? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf unser Geschäft? Denn die Digitalisierung wird unser Zukunftsthema sein.

PM: Was versprichst du dir denn von der Digitialisierung?

AK: Die Digitalisierung eröffnet uns neue Welten. In ein paar Jahren werden wir wohl Räume mit Scannern aufnehmen und den Kunden Brillen aufsetzen, in denen er unsere Produkte in den Raum projiziert sieht. Er hat somit eine Vorstellung, wie unsere Produkte im Raum wirken, und kann Änderungswünsche unmittelbar vornehmen. Daran arbeiten wir bereits jetzt.

Albert Keel ©Philip Böni

PM: Das sind grosse Veränderungen. Wie wollt ihr das erreichen?

AK: Einerseits muss ein Umdenken seitens der Mitarbeitenden stattfinden, andererseits müssen wir den Markt anders bearbeiten. Wir müssen herausfinden, wie wir dem Kunden helfen können, und proaktiv an ihn herantreten. Zudem werden wir die Digitalisierung priorisieren und herausfinden, wie wir uns hinsichtlich Kundenorientierung noch weiter verbessern und von unseren Mitbewerbern abheben können.

PM: Macht dir die Digitalisierung nicht auch angst?

AK: Nein, ich freue mich. Was da noch alles auf uns zukommt, ist unglaublich! In ein paar Jahren wird niemand mehr ein eigenes Auto brauchen. Wir bestellen per Smartphone ein Fahrzeug. Keine Staus, keine Parkplatzprobleme. Solche Überlegungen müssen auch im Unternehmen stattfinden. Denn ich glaube nicht, dass wir in zehn Jahren noch Garderoben und Abfallsysteme produzieren, wie wir das heute tun. Bis dahin gibt es völlig neue Geschäftsmodelle, mit denen wir uns bereits heute befassen.

PM: Könnt ihr euch mit solchen Überlegungen von der Konkurrenz differenzieren?  

AK: Unsere Konkurrenten machen sich sicherlich auch Überlegungen zur Zukunft des Unternehmens. Aber wir sehen, dass wir da einen gewissen Vorsprung haben, auch mit den Inbound-Marketing-Aktivitäten, die wir mit ProfileMedia realisieren. Wir sind die Einzigen, die den Kunden Hilfestellungen in Form von Whitepapers und Online-Checks anbieten. Und die Resonanz ist super. Mit diesen Mitteln können wir mit unseren Kunden in Kontakt treten, Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen und auch unsere Kompetenz beweisen. Die Anfragen häufen sich und immer öfters resultieren daraus schöne Aufträge und tolle Kundenbeziehungen. Inbound-Marketing ist eine optimale Ergänzung zu den klassischen Marketingmassnahmen und einem guten Aussendienst.

eBook herunterladen "Grundlagen Content Marketing"

2015 gründeten Albert Keel und Marcel Kramer die Makk AG und übernahmen die EDAK Schweiz. Damit traten sie ein grosses Erbe an. Denn die kubischen Garderobenprogramme oder die Corbal-Abfallbehälter kennt fast jedes Kind in der Schweiz. Nun gilt es, den traditionellen Betrieb mit den richtigen Mitteln für die Zukunft auszustatten. Auch wir dürfen einen kleinen Beitrag dazu beitragen. Seit Juni 2016 wird auf der Homepage von Makk fast jede Woche ein Blogbeitrag publiziert. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen überlegen wir, was die Kunden von Makk am meisten interessieren könnte und wie wir ihnen bei diesen Themen weiterhelfen können. Es folgten die strategische Planung und das Aufsetzen aller Hilfsmittel für den Einsatz des Inbound Marketings. Seither identifizieren wir die bisher anonymen Besucherinnen und Besucher auf der Website des Unternehmens, indem wir ihnen spannende Inhalte und hilfreiche Instrumente zur Verfügung stellen. Im Gegenzug verraten uns die Website-BesucherInnen, wer sie sind.