​Inbound Marketing - das richtige Marketing für Start-ups

Fabian Graf on 11.06.19 18:00
Fabian Graf

Ein Start-up zu etablieren ist nicht leicht. Die Leute kennen das Unternehmen noch nicht, das Team ist klein und das Budget limitiert. Und doch sind Sie ständig damit beschäftigt, sich einen Namen zu verschaffen. Aber wie funktioniert das bitteschön? Wenn Kaltakquisen, Postwurfsendungen und Werbebanner nichts mehr nützen, dann ist es Zeit für Inbound Marketing!

 

Unternehmer denken oft nicht in erster Linie ans Marketing, wenn es um den Aufbau Ihres Geschäfts geht. Oft zu geblendet von der Genialität ihres Produktes sind sie davon überzeugt, dass die Leute ihr Produkt lieben werden. Dies mag zwar schön und gut sein, jedoch braucht’s dazu auch ein Marketing, das die Leute lieben werden. Und damit sollten Sie so bald wie möglich anfangen. Zu warten, bis der "richtige Zeitpunkt" für das Marketing gekommen ist oder zu befürchten, dass jemand Ihre geniale Idee klauen wird, weil Sie darüber sprechen, ist schlicht und einfach verschwendete Zeit. Sie sollten sich eher Gedanken darüber machen, wie Sie ein Team aufbauen, woher die finanziellen Mittel kommen und wie Sie Kunden gewinnen.

Apropos Finanzen und Marketing: Auch mit einem tollen Investor oder Kickstarter als Basis haben Sie als Start-up im Vergleich zu bereits etablierten Konkurrenten auf dem Markt wenig Chancen, sich mit einem limitierten Marketing-Budget Gehör zu verschaffen. Anzeigen sind zeitlich begrenzt und eigentlich "mieten" Sie sich nur die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden. Wenn Sie den "Mietvertrag" wieder beenden, dann ist die Aufmerksamkeit sofort wieder weg. Also nichts Langfristiges. Zudem unterbricht klassische Werbung im Fernsehen, Radio oder via Flyer oder Banner nur den Workflow potenzieller Kunden, was nervig ist oder aber mittlerweile schon gekonnt ignoriert wird. Was, wenn es eine Methode gäbe, welche sich darauf konzentriert, Leuten zu helfen und sie anzuziehen, anstatt sie zu unterbrechen? Eine Methode, die Ihrem Unternehmen längerfristig zum Durchbruch verhilft? Es gibt sie bereits! Und die Methode nennt sich Inbound Marketing.

Die kürzlich veröffentlichte Rod Start-up-Studie 2019 zeigt anhand der aktuell drei bekanntesten Schweizer Start-ups Amorana, Farmy und Doppelleu/Chopfab, dass Unternehmen dann bekannt und beliebt sind, wenn sie gut und eigenständig kommunizieren. Fazit ist jedoch, dass viele der an der Studie beteiligten Firmen Im Hinblick auf die Kommunikation noch unausgeschöpftes Potenzial haben. Dies liegt vor allem in der Interaktion mit Konsumenten über Online-Plattformen.

 

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Was sind die Vorteile von Inbound Marketing?

Beim Inbound Marketing wird der Push-Content, den man seinen potenziellen Kunden jederzeit und ungefragt unter die Nase gerieben hat, durch Pull-Content ersetzt. Das ist Content, den die Leute mögen und der ihnen ermöglicht, im richtigen Moment an die richtigen Informationen zu kommen, und zwar freiwillig. So können Sie die richtigen Leute anziehen und sich ihre Aufmerksamkeit verdienen und nicht erkaufen. Diese Marketing-Methode ist zwar ebenfalls mit Aufwand verbunden, jedoch ist sie längerfristig effizienter und günstiger, da sie nachhaltiger ist.

 

Was sind die Bestandteile des Inbound Marketing?

Inbound-Marketing konzentriert sich auf die Kreation hochwertiger Inhalte, welche so gestaltet sind, dass sie Ihre idealen Kunden ansprechen, auf ihre Probleme eingehen und sie auf Ihr Geschäft aufmerksam machen und dies, ohne zu stören. Inbound-Content ist ganz auf die Interessen Ihrer potenziellen Kunden abgestimmt und führt sie zu genau den Produkten, die sie auch wirklich suchen. Im Vergleich zum Outbound-Marketing wird dieser Content zum grössten Teil online zur Verfügung gestellt und wird in Form von Blogs, E-Mails und Newslettern sowie Beiträgen auf Social Media verteilt. Die Methode hilft der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und vergrössert gleichzeitig die Kontaktdatenbank.
 
 

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Wie funktioniert Inbound Marketing?

1. Anziehen

Damit Sie Ihre Zielgruppe ansprechen können, müssen Sie sich zuerst einmal überlegen, wie so ein «Prototyp», bzw. der ideale Kunde für Ihr Geschäft aussehen könnte. Solche Personen werden auch Buyer Personas genannt. Sie stehen für Ziele und Herausforderungen sowie mögliche Schwächen und Einwände gegenüber Produkten und Dienstleistungen. Gängige Werkzeuge, um solche Personen auf Ihre Website zu bringen, sind z.B. Blogging, Social Media sowie eine sorgfältige und analytische Wahl von Keywords. Damit die richtigen potenziellen Kunden zu Ihnen finden, müssen Sie auf diesen Plattformen informativen Content bereitstellen, der diese Menschen anspricht und ihre Fragen beantwortet.

2. Konvertieren

Gelangen Besucher einmal auf Ihre Website, gilt es, diese in Leads zu verwandeln, indem Sie ihre Kontaktdaten erfassen. Sie brauchen zumindest ihre E-Mail-Adresse, um weiterhin Kontakt mit ihnen aufnehmen zu können. Damit Sie an solch sensible Daten gelangen können, müssen Sie den Kunden eine Art «Gegenleistung» bieten. Diese kann in Form von Content wie E-Books, Whitepapers, Vorlagen oder Ratschlägen erfolgen und muss für die Zielperson einen Mehrwert bieten.

3. Abschliessen

Nach einer ersten Annäherungsphase befinden Sie sich nun auf dem Weg, aus den generierten Leads Kunden zu gewinnen. Doch wie vollziehen Sie nun diesen wichtigen Schritt? Verschiedene Marketing-Tools können Ihnen dabei helfen, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leads zu einem Geschäftsabschluss zu bringen. Zum Beispiel liefern E-Mails nützlichen Content, welcher das Vertrauen und die Kaufbereitschaft stärkt. Die Marketing-Automatisierung zielt auf eine individuelle Bedürfnisbefriedigung jeweiliger Leads ab, wobei dem Besucher vermehrt Content zu dem von ihm bereits konsumierten Themenbereich geliefert wird.

4. Begeistern

Ist es Ihnen schliesslich gelungen, den Besucher zu einem Geschäftsabschluss zu bringen, dürfen Sie sich in erster Linie natürlich darüber freuen. Trotzdem sollten Sie nicht aufhören, sich um diesen Kunden zu bemühen und die Kundenbindung zu stärken sowie im besten Fall dafür zu sorgen, dass zufriedene Kunden Ihre Firma weiterempfehlen.

Wie Sie sehen unterscheidet sich die Inbound-Methode also grundsätzlich vom klassischen Marketing. Nutzen Sie Inbound Marketing für Ihr Start-up, so können sie sich sicher sein, dass es viel eher der Kunde ist, der Ihre Firma findet und nicht umgekehrt. So bauen Sie sich einen dauerhaften Vermögenswert auf, den Sie sonst nicht haben würden. 

 

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