Hat Ihr Newsletter Charakter oder ist er nur langweilig?

Roger Meili on 10.05.16 19:24
Roger Meili
Verbreite Gutes!

Newsletter sind nach wie vor eines der wichtigsten Marketing-Instrumente. Erfolgreich ist, wer nicht nur Werbebotschaften verbreitet sondern interessante Inhalte bietet. Wenn Sie sich auf ein paar Punkte beim Erstellen eines eNewsletters konzentrieren, werden Sie zum langjährigen Begleiter Ihrer Kundschaft und erschaffen sich die Themenführerschaft auf Ihrem Gebiet.

man-person-woman-face-large.jpg


Es wird mal wieder Zeit, das wir ihn rauslassen: Unseren eigentlich wöchentlich erscheinenden Newsletter. Leider mussten wir unsere Ideen für ein paar Tage auf die Seite legen, denn wir hatten ein sehr spannendes Projekt, das wir umsetzen durften. In solchen Situationen leidet dann durchaus auch mal unser eigenes Inbound Marketing. Aber jetzt nutzen wir jede freie Sekunde, um alles nachzuholen.

Im Rahmen eines neuen Projekts spricht man auch immer über die Wichtigkeit von eNewslettern. Betrachten wir unsere eigenen Statistiken, sehen wir einen markanten Anstieg unserer Seitenbesuche nach einem Versand. Das ist schön, denn es zeigt einerseits, dass unsere Newsletter gelesen werden und zweitens, das sie sogar angeklickt werden. Und damit sind wir bereits beim ersten wichtigen Punkt angelangt:

1. Wieso schreiben Sie einen Newsletter?

Einfach für den eigenen Spass sollte aber keiner aufgesetzt werden. Auch nicht, um die eigenen vier Marketingslogans ungefiltert in die Menge hinauszuschreien sondern um gute Inhalte an die Leute zu bringen. Und wenn Sie sich überlegen, wieso sie von einem Unternehmen oder einem Medium News abonniert haben, dann sicherlich, weil sie davon überzeugt sind, dass Ihnen die Inhalte gefallen. Nicht immer alles zu 100% aber es ist Ihnen genug Wert, dass Sie sich einmal pro Woche oder Monat Zeit dafür nehmen.

2. An wen schreibt man einen Newsletter?

Ihre Personas können mit einem Newsletter sehr spezifisch angesprochen werden. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich - bevor Sie sich an den Computer setzen - überlegen, an wen Sie sich mit Ihren Worten richten. Inbound Marketing setzt die Personas ins Zentrum Ihrer Bemühungen. Auch der Newsletter ist davon nicht ausgenommen. Folgende Überlegungen zu Ihren Personas sind für Ihren Newsletter wichtig:
- Wollen Ihre Personas geduzt oder gesiezt werden? Meist eine schwierige Frage im deutschen Sprachraum. Allgemein kann man aber sagen, dass heute mehr zum Du tendiert wird. Einen interessanten Artikel dazu habe ich bei der Wirtschaftswoche gefunden.
- Welche Tonalität ist angebracht? Soll der Newsletter eher etwas locker und flockig daherkommen oder eine gewisse Professionalität aufweisen und deshalb eher trocken gestaltet werden? Ist es am Ende gar eine Mischform? Die Verwendung von Fachbegriffen sollte wohlüberlegt sein. Versteht Ihre Persona diese überhaupt oder sollten Sie eher von allgemein bekannten Begriffen Gebrauch machen? Auf jeden Fall sollte der Newsletter Ihre Handschrift tragen und dadurch unverkennbar werden.

MEHR ZUM THEMA PERSONAS UND INBOUND-MARKETING FINDEN SIE HIER > 

3. Ein Thema pro Beitrag

Egal, ob man einen Blogpost, einen Newsletter oder eine Medienmitteilung schreibt: Man sollte sich auf ein Thema konzentrieren. Das klingt unheimlich einfach. Vielen fällt es allerdings schwer, sich auch wirklich daran zu halten. Lesen Sie Ihren Beitrag nach der Verschriftlichung nochmals durch und versuchen Sie sich in den Lesenden zu versetzen - ohne grosse Vorkenntnisse des Themas oder der Themen. Wenn Sie bemerken, dass Sie mehr als ein Thema aufgreifen, nehmen Sie den Text nochmals auseinander und splitten Sie ihn auf. Das positive an dieser Arbeit: Mit grosser Wahrscheinlichkeit haben Sie jetzt bereits ein Thema für den nächsten Beitrag.

Passend zu diesem einen Thema können Sie dann auch einen stimmigen Call-To-Action einfügen.

4. Die Schönheit liegt in der Einfachheit

Manch ein Newsletter ist gut gemeint aber leider schlecht umgesetzt. Wenn Sie sich an die Themenregel halten können (Ein Thema pro Beitrag), dann sollten Sie sich für ein schlichtes Design und eine übersichtliche Gestaltung entscheiden. Strukturen, Weissraum und sparsam eingesetzte visuelle Mittel helfen dem Leser, sich zurecht zu finden. Das wiederum hilft auch Ihnen. Denn die Lesenden klicken eher absichtlich auf einen Call-To-Action oder einen Link, wenn diese nicht in jedem Satz vorkommen.

Auch bei der Bildwahl sollte man sich eher zurückhalten. Gerade bei Newslettern werden Bilder oftmals nicht angezeigt. Wer zu viele Bilder einbaut, muss gar damit rechnen, im Spam-Filter hangen zu bleiben. Ein starkes Bild mit einem aussagekräftigen Alt-Text ist auch hier mehr wert als eine Bildstrecke.

5. Analyse

Auch beim Newsletter ist es wichtig, immer wieder zu prüfen, was am besten funktioniert. Keine Regeln und keine Layouts sind für die Ewigkeit geschrieben. Deshalb sollten folgende Punkte in regelmässigen Abständen überprüft werden:

  • Haben Titel einen Einfluss auf die Öffnungsrate
  • Was beeinflusst die Click-Through-Rate
  • Wann ist der beste Zeitpunkt für den Versand?
  • Ist das Erscheinungsbild meines Newsletters noch zeitgemäss?

Ziel sollte es nicht sein, möglichst viele Kontakte in Ihrer Newsletter-Liste zu haben sondern interessierte Leser, die auch mal auf einen Call-To-Action klicken oder auf jeden Fall den Newsletter öffnen, bevor er gelöscht wird. Die nackte Zahl an Abonnenten sagt leider nichts darüber aus, ob Ihre Inhalte etwas wert sind.

Meine Lieblings-Newsletter

Ich versuche immer wieder, interessante Newsletter zu entdecken. Nicht nur, um spannende Inhalte zu lesen sondern auch, um zu sehen, was wir vielleicht verbessern oder ändern könnten. Manche erwarte ich sehnlichst, andere bestelle ich bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Meist, weil Sie nicht halten, was sie versprechen. Oder weil ich nicht einfach eine elektronische Werbetafel anstarren möchte. Abonniert habe ich zurzeit:

Ich finde bei dieser Auswahl handelt es sich um Newsletter mit Charakter. Ich weiss, was ich erhalte und schätze das.

Wenn Sie sich noch intensiver mit Content-Marketing beschäftigen möchten, laden Sie hier einfach unser eBook "Grundlagen im Content-Marketing" herunter. Viel Erfolg. 

eBook herunterladen "Grundlagen Content Marketing"

 

 

2015_Cover_Content_Marketing_3D.png 

Besuchen Sie die Pearl Technology Webseite