Tipp #4 E-Mail-Marketing hat (immer noch) Potenzial

Fabian Graf on 18.01.18 18:27
Fabian Graf

E-Mail ist nicht tot – noch nicht. Doch Marketers haben sich leider über die letzten Jahre hinweg alle Mühe gegeben, seinen Ruf zu zerstören. Auch die neue EU Datenschutz-Grundverordnung macht es künftig für Unternehmen schwieriger, persönliche Daten wie E-Mail-Adressen zu nutzen. Weshalb Sie jetzt erst recht nicht aufgeben dürfen, sondern einfach Ihr Marketing besser machen müssen, verraten wir Ihnen in unserem Tipp #4.

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Das Versenden von E-Mails ist eine sehr wichtige Komponente im Content Marketing und ermöglicht Unternehmen, sehr persönliche und genau auf die Zielgruppe abgestimmte Mails zu verfassen und so eine Beziehung zu Ihren Leads aufzubauen und sie auf der Customer Journey zu begleiten. Im digitalen Zeitalter sind Data Leaks oder Verletzungen der Datenschutzordnung leider immer häufiger der Fall. Die EU reagiert darauf mit einer neuen EU Datenschutz-Grundverordnung, die ab Mai 2018 in allen EU Mitgliedstaaten direkt anwendbar wird. Unternehmen werden durch das Gesetz zu mehr Transparenz bezüglich der Verwendung von persönlichen Daten gezwungen.

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Die Macht liegt nun wieder voll beim Kunden, von dem die Unternehmen seine Zustimmung für die Verwendung seiner Daten benötigen. Das heisst, es können keine E-Mails mehr ohne das Einverständnis des Kunden gesendet werden. Lädt ein Interessent ein E-Book auf Ihrer Website herunter und gibt dafür seine E-Mail-Adresse an, so darf das Unternehmen ihn nicht ohne sein Einverständnis auf den Newsletter-Verteiler nehmen. Bei Verstoss gegen dieses Gesetz können Bussen von bis zu 4% des gesamten Umsatzes des Unternehmens erteilt werden. Es ist wichtig für die Schweiz, dass das schweizerische Datenschutzrecht im Wesentlichen mit demjenigen der EU übereinstimmt, damit der für schweizerische Unternehmen zentral wichtige Datenaustausch mit Unternehmen in der EU erhalten bleibt.

Was bedeutet die EU-DSGVO für das E-Mail-Marketing?

90% der befragten Konsumenten in der EU befürworten die EU-DSGVO und 60% sagen, sie würden sich von ungewollten E-Mails von Unternehmen abmelden. Auch wenn diese Verordnung auf den ersten Blick einen eher düsteren Eindruck macht, so ist sie ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist eine Chance für Marketers, weiterhin gute Arbeit zu leisten und den Konsumenten in den Mittelpunkt zu stellen. Das bedeutet gleichzeitig, dass es aber noch schwieriger wird, die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen und sich das Recht zu verschaffen, überhaupt mit seiner Zielgruppe kommunizieren zu können. Sehr herausfordernd wird es für Unternehmen, die ihren Fokus bislang wenig auf den Kunden gelegt, sondern vor allem auf Outbound-Taktiken gesetzt haben. Solche Firmen sehen sich mit drastischen Veränderungen konfrontiert, da die EU-DSGVO gekaufte Adressen, Cold Calls und Spam abstraft. Zudem sind diese Taktiken veraltet, bieten keinen Mehrwert für den Empfänger und erweisen sich von Tag zu Tag als weniger effizient.

Inbound Marketing hingegen stellt den Konsumenten in den Mittelpunkt und zieht ihn durch wertvolle Inhalte an. Nachfolgend ein paar Tipps, wie Sie den digitalen Service von jetzt an richtig nutzen.

E-Mail-Marketing heute richtig nutzen

  • Achten Sie darauf, für die User immer klar zu deklarieren, was Sie mit seinen persönlichen Daten machen, die Sie sammeln.
  • Versenden Sie keine E-Mails an Kontakte, von denen Sie kein klares Einverständnis haben. (z.B. kein automatisches Abonnieren von Newslettern)
  • Definieren Sie ein klares Ziel für den Versand Ihrer E-Mail (z.B. Lead-Generierung, Registrierung für Webinar, Einholen von Feedback etc.)
  • Personalisieren Sie Ihre E-Mails: E-Mails mit klarem Absender erhöhen die Öffnungsrate um 3%, da Menschen gerne Geschäfte mit anderen «realen» Menschen machen.
  • Fokussieren Sie sich auf Engagement seitens der Leads (CTAs, Links, Sharing Buttons)
  • Überlegen Sie sich Ihre Message: Stimmen Sie sie auf Ihre Zielgruppe ab und wählen Sie den entsprechenden Kanal, welcher Ihnen am besten dabei hilft, Ihre Ziele zu erreichen.
  • Testen und analysieren Sie Ihre Versände (Hard vs. Soft Bounces, Öffnungs-und Klickrate, Anzahl CTA-Klicks) und optimieren Sie Ihre E-Mails entsprechend.

Denken Sie beim Versenden von E-Mails also immer an den Empfänger und fragen Sie sich, ob diese Information für ihn relevant ist. Und vielleicht schaffen wir es somit, E-Mail als Marketing- und Kommunikationstool wieder ein bisschen mehr zu mögen.

 

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