Die Migrosbank hat Content Marketing im Griff

Roger Meili on 26.11.2015 10:30:00
Roger Meili
Verbreite Gutes!

Die Migrosbank hat einen neuen, frischen Webauftritt, das ist das Eine. Das Andere ist die konsequente Integration von Content Marketing und der Mehrwert, welcher dem Konsumenten in Form von vertieften Informationen geboten wird. Ein schönes Beispiel, wie das neue Marketing aussieht und weshalb auch Sie sich schleunigst auf den Weg machen sollten und für 2016 lieber pull-orientierte Massnahmen, anstatt die alt hergebrachten Marketingtaktiken planen sollten. 

Migrosbank_web.png

 www.migrosbank.ch


Nicht nur die Grossen können es, auch kleinere Banken setzen auf die neusten Marketing-Strategien, die da wären:

  • Mobile-friendly Website, den bereits stammen über 50% der Webzugriffe von Smartphones, Tablets und Notebooks.
  • Content-Marketing, denn nicht Sie finden den Kunden sondern er Sie. Wenn Sie aber keinen Content im Netz haben, werden Sie nicht gefunden.
  • Engagement, denn der Kunde möchte partnerschaftlich mit Ihnen umgehen, sie müssen ihm einfach die Gelegenheit dazu geben.

Der Konsument hat genug von der Dauerberieselung durch Werbung, die störend bis belästigend wirkt. Die Wirkung sämtlicher push-orientieren Marketingmassnahmen lässt markant nach. Dies hat seinen Grund im veränderten Informationsverhalten der Konsumenten durch die neuen Medien und Möglichkeiten. Bereits rund 70% der potentiellen Kunden informieren sich online über ein Produkt, eine Dienstleistung und haben den Kaufentscheid bereits gefällt, wenn sie sich mit einem Verkäufer einlassen. Eine bittere Pille für’s Marketing. Damit wir als Marketer nicht hilflos zuschauen müssen und wir keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess mehr nehmen können, braucht es andere Methoden.

Buyers Journey und Personas als Basis

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kundenzyklus (Buyers Journey) und der Persona (der ideale Kunde, mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen) ist die Basis für die Überlegungen. Die erste Phase im Kundenzyklus ist die Wichtigste. Es geht darum den potentiellen Kunden möglichst früh in seinen Überlegungen begleiten zu können. Lassen Sie mich dies an einem konkreten Beispiel erläutern:

Unsere Persona „Peter“ ist 55 jährig und hat eine Kaderposition in einem Handelsbetrieb. Er hat eine Familie, erwachsene Kinder, ein Einfamilienhaus mit einer 1. Hypothek und fährt ein Auto der gehobenen Mittelklasse. Er macht sich Gedanken über eine frühzeitige Pensionierung und ist aufgrund der vielen Informationen, die in letzter Zeit bezüglich Pensionierung kursieren, verunsichert.

Er sucht Informationen, Tipps und Ideen, wie er seine Pensionierung planen könnte. Natürlich macht er das im Internet, jeweils am Abend, wenn er gerade nichts anderes zu tun hat.

Er gibt also bei Google Fragen ein, wie:

  • Wie gestalte ich meine Pensionierung?
  • Was muss ich für meine Pensionierung vorkehren?
  • Woran muss ich für eine frühzeitige Pensionierung denken?

Peter findet eine ganze Menge Informationen. Interessieren tun ihn aber nur die ersten zehn Suchresultate und nur die organischen, nicht die gekauften Google Adwords.

Ein Blog ist für jede Content-Strategie entscheidend

Ein Blog wird mit einer Sub-Domain aufgesetzt, zB. www. blog.ihrefirma.ch. Jeder Blogbeitrag ist eine eigene Seite. Je mehr Blogbeiträge Ihre Website aufweist, umso wichtiger wird der Blog von der Google-Suchmaschine wahrgenommen. Es ist nun aber nicht so, dass die Blogbeiträge so nach dem Motto „was schreiben wir den heute schönes“ produziert werden. Die Basis für unsere Blogs bildet die Content Marketing Strategie. Diese legt die Zielrichtung fest, welche Personas, für welche Phasen im Kaufzyklus, welches sind die Schlüsselwörter (Keywords), welches sind die Themen etc. Darauf aufbauend entsteht eine Redaktionsplanung, die Content Produktion und dann folgt die Distribution über die Sozialen Medien und an die bestehenden eMail-Adressen.

Den Dialogprozess nicht unterbrechen

Das ist etwas, das beim Migrosbank-Blog noch nicht ganz zu Ende gedacht ist. Wenn ich wie in unserem Beispiel Peter mit einem attraktiven eBook beliefert habe, dann sollte der Prozess weitergehen. Damit das geschehen kann, müssen wir Peter identifizieren. Wir machen das mit sogenannten Call-to-Actions, LandingPages und Formulare. Call-to-Actions sind Buttons, welche den User an der Hand nehmen und ihn eine Phase im Customer Journey weiterführen. Er soll ein kleines Formular ausfüllen, nur Name und Email-Adresse, das reicht fürs Erste.

Ohne Leads keine Kunden

Sobald wir den Kunden identifiziert haben, können wir gezielt und individuell mit ihm kommunizieren. Wir können so noch genauer auf seine Bedürfnisse eingehen und ihm ganz spezifisch diejenigen Informationen liefern, die wirklich wertvoll sind für ihn. Der Kunde gewinnt nicht nur das Vertrauen zum Unternehmen, er erkennt auch die Kompetenz, welche er in der Beratung erfahren wird. So entstehen Kunden.



Wenn Sie im Detail erfahren möchten, wie Content Marketing funktioniert und wie auch Sie als Finanzunternehmen das neue Instrumentarium einsetzen können, laden Sie jetzt einfach unser neues eBook "Grundlagen Content Marketing" kostenlos hier herunter. Viel Erfolg. 

eBook herunterladen "Grundlagen Content Marketing"

 

 

 2015_Cover_Content_Marketing_3D.png